GHK-Cu bezeichnet den Kupferkomplex des Tripeptids Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin (GHK). Das Peptid besteht aus nur drei Aminosäuren und bindet über seine Histidin- und Lysin-Reste zweiwertige Kupferionen zu einem stabilen Komplex – daher die verbreitete Bezeichnung „Kupferpeptid“. GHK wurde ursprünglich als natürlich vorkommende Sequenz im menschlichen Blutplasma beschrieben und gehört heute zu den am häufigsten untersuchten kleinen Peptiden überhaupt.
Für Forschungszwecke wird GHK-Cu vollsynthetisch hergestellt: Das Tripeptid entsteht per Peptidsynthese und wird anschließend mit Kupfer(II) komplexiert. Charakteristisch ist die intensive blaue Färbung des Komplexes in Lösung. Als Handelsware ist GHK-Cu eine Forschungschemikalie ohne Arzneimittelzulassung und wird ausschließlich für die Verwendung im Labor angeboten.
Steckbrief
Molekültyp: Kupfer(II)-Komplex eines Tripeptids
Aminosäuren-Anzahl: 3 (Glycin, Histidin, Lysin)
Besonderheit: hohe Affinität zu Kupferionen, blaue Komplexfarbe in Lösung
Forschungsklassifikation: Forschungschemikalie, Research Use Only (RUO)
Forschungskontext
GHK-Cu wird seit den 1970er-Jahren wissenschaftlich untersucht. Ein Schwerpunkt der publizierten Forschung liegt auf der Zellbiologie: Untersucht wird unter anderem, wie der Kupferkomplex in Zellkulturmodellen mit Fibroblasten und anderen Zelltypen interagiert und welche Rolle die Kupferbindung für Transport- und Signalprozesse auf zellulärer Ebene spielen könnte.
Weitere Forschungsfelder betreffen die Genexpression – mehrere Arbeiten haben analysiert, wie sich Genaktivitätsmuster in Zellmodellen unter GHK-Exposition verändern – sowie die Grundlagenforschung zu extrazellulärer Matrix und Hautmodellen in vitro. Auch in der Kosmetikforschung ist die Substanz als Untersuchungsgegenstand präsent. Alle diese Befunde stammen aus experimentellen Modellen; sie sind Beschreibungen laufender Forschung und keine Aussagen über Wirkungen bei Anwendung am Menschen.
Qualitätsmerkmale für den Laborbezug
Beim Bezug von GHK-Cu für Forschungszwecke sollte jede Charge durch ein Analysenzertifikat (COA) belegt sein. Neben der HPLC-Reinheit des Peptids ist beim Kupferkomplex auch die korrekte Identität von Bedeutung, die typischerweise per Massenspektrometrie bestätigt wird. Seriöse Anbieter dokumentieren zudem Chargennummern, sodass sich jedes Gebinde einem konkreten Prüfbericht zuordnen lässt.
GHK-Cu wird üblicherweise als Lyophilisat geliefert und sollte trocken, kühl und vor Licht geschützt gelagert werden. Für längere Aufbewahrung ist die Lagerung im Gefrierschrank des Labors gängige Praxis; angesetzte Lösungen werden in der Forschung grundsätzlich frisch verwendet oder aliquotiert eingefroren.
Häufige Fragen
Ist GHK-Cu legal erhältlich?
GHK-Cu ist als Forschungschemikalie für wissenschaftliche Zwecke legal beziehbar. Es handelt sich weder um ein Arzneimittel noch um ein zugelassenes Kosmetikprodukt; die Abgabe erfolgt ausschließlich für die Verwendung im Labor. Wer GHK-Cu bezieht, muss die jeweils geltenden nationalen Regelungen für Forschungsmaterialien beachten.
Worauf sollte man beim COA achten?
Das Zertifikat sollte die Chargennummer, die chromatographisch bestimmte Reinheit und die massenspektrometrische Identitätsbestätigung enthalten. Bei einem Kupferkomplex ist zusätzlich hilfreich, wenn der Hersteller Angaben zur Komplexform beziehungsweise zum Kupfergehalt macht.
Wie wird GHK-Cu gelagert?
Das Lyophilisat gehört an einen trockenen, kühlen und lichtgeschützten Ort; für die Langzeitlagerung ist der Tiefkühlbereich üblich. Wichtig ist ein dicht verschlossenes Gefäß, da Feuchtigkeit die Stabilität lyophilisierter Peptide beeinträchtigen kann.
Verfügbar bei Peptélia
Peptélia bietet GHK-Cu als chargendokumentiertes Forschungsmaterial mit Analysenzertifikat an. Eine Übersicht der verfügbaren Produkte finden Sie in der Kategorie GHK-Cu bei Peptélia.
Wichtiger Hinweis
Alle bei Peptélia angebotenen Substanzen sind ausschließlich für die wissenschaftliche Verwendung im Labor bestimmt (Research Use Only). Sie sind keine Arzneimittel, keine Nahrungsergänzungsmittel und keine Kosmetika. Eine Anwendung am Menschen oder am Tier sowie eine diagnostische oder therapeutische Verwendung sind ausdrücklich ausgeschlossen.


