BPC-157 und TB-500 werden in der Peptidforschung auffällig oft im selben Atemzug genannt – und ebenso oft miteinander verwechselt. Beide sind synthetische Forschungspeptide, beide werden in Modellen zur Geweberegeneration untersucht, aber sie kommen aus völlig verschiedenen Richtungen und greifen an verschiedenen Stellen an. Diese Seite ordnet ein, was hinter den beiden Molekülen steckt, warum die Literatur sie häufig gemeinsam betrachtet und in welchen Formaten sie bei Peptélia als Forschungsmaterial verfügbar sind.
Die beiden Moleküle im Steckbrief
BPC-157
BPC-157 ist ein synthetisches Pentadekapeptid – fünfzehn Aminosäuren –, dessen Sequenz aus einem im Magensaft beschriebenen Protein abgeleitet wurde. Die Abkürzung steht für „Body Protection Compound“. In der präklinischen Literatur dient es als Modellsubstanz, wenn Prozesse rund um Gewebeintegrität und Angiogenese in Zell- und Tiermodellen untersucht werden. BPC-157 ist in keinem Land als Arzneimittel zugelassen.
TB-500
TB-500 ist die gebräuchliche Bezeichnung für ein synthetisches Fragment beziehungsweise Analogon des körpereigenen Proteins Thymosin Beta-4. Es umfasst sieben Aminosäuren und wird in der Forschung als Werkzeug eingesetzt, um Vorgänge am Zytoskelett – insbesondere die Aktinbindung – und die Zellmigration zu untersuchen. Auch TB-500 ist kein zugelassenes Arzneimittel. Eine ausführlichere Einordnung steht im Bibliothekseintrag zu TB-500.
Warum die Literatur beide zusammen betrachtet
Der Grund ist methodisch, nicht pharmakologisch. Beide Peptide tauchen in derselben Klasse präklinischer Modelle auf – Modellen, in denen Gewebereparatur, Zellwanderung und Gefäßneubildung untersucht werden. Wer solche Prozesse im Modell abbildet, arbeitet häufig mit mehreren Referenzsubstanzen parallel, um unterschiedliche Angriffspunkte auseinanderhalten zu können.
Genau darin liegt der inhaltliche Unterschied: Die Arbeiten zu BPC-157 kreisen schwerpunktmäßig um Gefäßneubildung und Gewebeintegrität, die zu TB-500 um Aktindynamik und Zellmigration. Zwei verschiedene Fragestellungen, die im selben Versuchsaufbau nebeneinander untersucht werden können – deshalb die häufige gemeinsame Nennung. Aussagen darüber, ob sich die beiden Substanzen in ihrer Wirkung ergänzen, verstärken oder gegenseitig beeinflussen, lassen sich aus dieser Literatur nicht ableiten und werden hier ausdrücklich nicht getroffen.
Sämtliche genannten Befunde stammen aus präklinischen Untersuchungen in Zell- und Tiermodellen. Sie werden hier neutral referiert und sagen nichts über Wirkungen oder Anwendungen beim Menschen aus.
Verfügbare Formate bei Peptélia
Beide Peptide gibt es einzeln als Lyophilisat im Vial, als Kapselformulierung und in einer kombinierten Variante:
- Forschungs-Set BPC-157 + TB-500 – beide Peptide zusammen, 69,90 €
- BPC-157 + TB-500 Kapseln – 60 Kapseln kombiniert, 89,90 €
- BPC-157 – Forschungspeptid 10 mg – Lyophilisat im Vial, 39,90 €
- BPC-157 Kapseln – 60 Kapseln, 59,90 €
- BPC-157 Nasenspray 10 mg / 10 ml – dosierbare Forschungsformulierung, 71,00 €
- TB-500 – Peptid 10 mg – Lyophilisat im Vial, 34,90 €
- TB-500 – Peptid 15 mg – Lyophilisat im Vial, 42,90 €
- TB-500 Kapseln – 60 Kapseln, 74,90 €
Die Einzelprodukte stehen in den Kategorien BPC-157 und TB-500.
Vial oder Kapsel – wo der Unterschied liegt
Die Frage taucht bei dieser Substanzkombination besonders häufig auf, weil beide Formate angeboten werden. Lyophilisat im Vial ist das Format der Wahl, wenn im Versuchsaufbau eine definierte Konzentration in Lösung gebraucht wird: Die Substanz wird rekonstituiert, und die Konzentration ergibt sich aus Nennmenge und zugegebenem Volumen. Kapseln sind vorportionierte Formulierungen ohne diesen Freiheitsgrad; sie eignen sich für standardisierte Ansätze, in denen die Menge je Einheit festliegen soll.
Für die Lagerung gilt in beiden Fällen dasselbe Prinzip: trocken, kühl und lichtgeschützt. Lyophilisiertes Material ist unter diesen Bedingungen über lange Zeiträume stabil. Nach der Rekonstitution verkürzt sich die Haltbarkeit deutlich, und zwar in erster Linie wegen der Sterilitätsgrenze des bakteriostatischen Wassers und nicht wegen der Peptidchemie.
Worauf beim Analysenzertifikat zu achten ist
Bei zwei Substanzen im selben Versuchsaufbau verdoppelt sich der Dokumentationsbedarf: Jede Charge braucht ihr eigenes Zertifikat. Ein belastbares COA weist drei Dinge aus – eine eindeutige Chargennummer, die per HPLC bestimmte Reinheit mit vollständigem Chromatogramm und die massenspektrometrische Bestätigung der Molekülmasse. Fehlt eines davon, ist die Charge nicht nachvollziehbar dokumentiert.
Besonders wichtig ist der Abgleich der Chargennummer auf dem Etikett mit der im Zertifikat genannten. Ein Zertifikat, das zu einer anderen Charge gehört als das Material im Vial, dokumentiert nichts. Wie sich ein COA im Einzelnen lesen lässt, steht im Leitfaden Peptid-COA richtig lesen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen BPC-157 und TB-500?
Herkunft und Angriffspunkt. BPC-157 ist ein 15 Aminosäuren langes Peptid mit Sequenz aus einem Magensaftprotein und wird in Modellen zu Gewebeintegrität und Angiogenese untersucht. TB-500 ist ein 7 Aminosäuren langes Fragment von Thymosin Beta-4 und dient als Werkzeug für Fragestellungen zu Aktindynamik und Zellmigration. Strukturell haben die beiden nichts miteinander zu tun.
Gibt es BPC-157 und TB-500 als Kapseln?
Ja, sowohl einzeln als auch kombiniert in einer 60er-Packung. Kapseln sind vorportionierte Forschungsformulierungen; wer eine frei wählbare Konzentration in Lösung braucht, arbeitet stattdessen mit dem Lyophilisat im Vial.
Welche Dosierung ist üblich?
Peptélia macht dazu keine Angaben. Beide Substanzen sind nicht als Arzneimittel zugelassen, es existiert also kein geprüftes Dosierungsschema. Die in der Literatur genannten Konzentrationen stammen aus einzelnen Zell- und Tiermodellen und sind an deren jeweiligen Versuchsaufbau gebunden; sie lassen sich weder auf andere Modelle noch auf den Menschen übertragen. Die im Experiment eingesetzte Konzentration leitet sich aus dem eigenen Versuchsdesign und der Primärliteratur ab.
Sind BPC-157 und TB-500 in Deutschland legal?
Beide sind keine zugelassenen Arzneimittel. Der Bezug als Forschungschemikalie für wissenschaftliche Laborzwecke ist möglich; jede Anwendung am Menschen oder Tier ist ausgeschlossen. Den rechtlichen Rahmen ordnet der Beitrag Sind Peptide legal in Deutschland? ein.
Wichtiger Hinweis
Ausschließlich für Forschungszwecke (Research Use Only). BPC-157 und TB-500 sind keine Arzneimittel, keine Nahrungsergänzungsmittel und keine Kosmetika. Eine Anwendung am Menschen oder am Tier sowie jede diagnostische oder therapeutische Verwendung sind ausdrücklich ausgeschlossen. Die Angaben auf dieser Seite referieren den Stand der veröffentlichten Forschungsliteratur und stellen keine Dosierungs-, Anwendungs- oder Gesundheitsempfehlung dar.


